Nachhaltig Bauen – gesund wohnen

Nachhaltig bauen ist in der Schweiz bereits seit Jahrzehnten ein Thema und in den letzten Jahren immer aktueller geworden. Anfangs hauptsächlich von  Baubiologen thematisiert, hat durch die immer grösser werdende Sensibilität auf Gesundheit und Umwelt nachhaltiges Bauen auch Einzug in die Bau-Industrie gefunden.

Baubiologie – Ursprung des nachhaltigen Bauen

Das Grundlagewerk der Baubiologie ist das Buch vom Arzt Hubert Palm „Das gesunde Haus“, das erstmals in den 1960er Jahren erschien. Von da an entwickelten sich baubiologische Architektenkreise, das Institut für Baubiologie Rosenheim und in der Schweiz das SIB Schweizerische Interessensgemeinschaft Baubiologie/Bauökologie.

Grundregeln der Baubiologie

  • Baustoffe natürlich und unverfälscht, geruchsfrei und ohne Giftstoffe. Keine nachträglich bösen Überraschungen durch neue Erkenntnisse über synthetische Stoffe.
  • Natürliche Regulierung der Raumfeuchtigkeit durch Materialien, die dies von sich aus übernehmen.
  • Neubaufeuchtigkeit vermeiden.
  • Luftqualität durch natürlichen Luftwechsel.
  • Beheizung durch Strahlungswärme, da dies für den Körper die natürlichste Wärme ist.
  • Elektromagnetische Strahlung gering halten.
    Elektrosmog – BAFU – Bundesamt für Umwelt (Schweiz)
  • Pilz, Staub, Bakterien und andere Allergene reduzieren.
  • Energie selbst produzieren (Photovoltaik, Warmwasser-Solarkollektoren, Windenergie).
  • Regionale Baustoffe und Handwerker. Graue-Energie vermeidend.
  • Trinkwasser nie durch Kunststoff leiten (Bakterien).
  • Grundsätzlich sollte so wenig Kunststoff wie möglich verwendet werden.
  • Schlafplätze sollten keine Metallkonstruktionen aufweisen auch die Matrazze und das Bettgestell darf kein Metall beinhalten (Boxspring, Federkernmatrazzen sind nicht zu empfehlen).
  • Bestmögliche Trinkwasserqualität.
  • Harmonische Formen, Masse und Proportionen.
  • Naturgemässe Licht-, Farben- und Beleuchtungsverhältnisse.
  • Physiologische und ergonomische Erkenntnisse einbeziehen.
    zum Beispiel: Arbeitsplatz Gestaltung (Körperhaltung).
  • Störungsfreier Bauplatz:
    Erdenergiestrahlungen, elektromagnetische Einflüsse.
  • Geringe Lärmquellen.
  • Naturverbunden, menschenwürdig, familiengerecht,
    kreative Plätze für Kinder.
  • Langlebigkeit: Z.Bsp. Lehmbau lässt sich sehr einfach reparieren und gehört zu den ältesten Bauweisen und überdauerte bereits Jahrhunderte. Teile der Chinesischen Mauer sind Lehmbauwerke und stehen heute noch.

Orientiere Dich auf dem Markt

Labels und Planungswerkzeuge helfen dabei sich zu orientieren und gute Entscheidungen zu treffen. Hier für Dich die wichtigsten vorgestellt.

Natureplus

Materialien die mit dem Natureplus Label gekennzeichnet werden, sind gesundheitlich unbedenklich. Das Label prüft die im Katalog vorkommenden Produkte nach strengen Vorschriften. Verbrauch von Ressourcen, Hygiene und Umweltschutz sind die drei Säulen auf denen das Qualitätssiegel aufbaut.

Eco-Bau

Eco-bau ist ein Schweizer Verein und widmet sich der Entwicklung und Verbreitung von planerischen Werkzeugen die in der Planung zur Anwendung kommen. Nachhaltigkeit, Ökologie und gesunde Bauweise sind die wichtigen Themen zu diesen Eco-Bau publiziert. An Fachveranstaltungen und Weiterbildungen vermittelt der Verein seine Planungswerkzeuge zur Optimierung der Planung und Realisierung. Auch der nachhaltige Rückbau von Gebäuden ist Teil seiner Tätigkeit als Informationsorgan.

Die Angebote die der Verein zur Verfügung stellt werden periodisch aktualisiert und weiterentwickelt.

Minergie, Marke und Label für nachhaltig Bauen in der Schweiz.

Die Marke Minergie ist seit 1998 auf dem Schweizer-Markt. Für viele bereits der Standard für nachhaltiges Bauen. Das Label möchte Komfort, Effizienz und die Energie-Einsparungsmöglichkeit beim Bauen verbessern und hat in der Schweiz zu einem grossen Kompetenz-Aufbau für nachhaltiges Bauen geführt. Im Zentrum der Marke steht der Bewohner der Wohn- und Arbeitskomfort in den Minergie Gebäuden vorfinden soll.

Minergie schreibt für nachhaltige Neubauten einen U-Wert von 0.15 W/m²K vor. Je tiefer der Wert umso langsamer der Wärmeverlust der Raumwärme.

Lea Label – Das Label für Wohnen im Alter

Nachhaltig bauen bedeutet auch, Dein Haus so zu planen damit Du es möglichst lange genutzt kannst. Wenn Du deinen Bau altersgerecht planen willst, ist das Lea Label ideal um wichtige Punkte zu organisieren. Wer bereits schwellenlos plant hat einen wichtigen Punkt bereits erkannt aber es gibt noch viele weitere Details. Körperliche Einschränkungen können noch bei vielen anderen Orten im und ums Haus erscheinen. Mit dem Lea Label werden in der Planung bereits eine Vielzahl an Wissen rund ums altersgerechte Bauen integriert.

Im Traumhaus Caro sind Wohnen im Alter und Nachhaltigkeit bereits mit eingeplant.