Lehmputz in verschiedenen Farben.

Baubiologie und­ nachhaltiges Bauen

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Baubiologisch bauen bedeutet das es nebst einer guten Gestaltung auch andere Eigenschaft des Baus sich auf Sie positiv auswirken. Es werden nur Baumaterialien verwendet die sich positiv auf Ihr Raumklima auswirkenden. Einflüssen, die von aussen wirken werden durch die baulichen Massnahmen reduziert oder umgewandelt. Ressourcen wie Sonne und Regen werden mit eingebunden und zu Ihrem Vorteil verwendet. In der Baubiologie konzentriert sich alles darauf, dass ihr Bauwerk für Sie langfristig mehr Vorteil bietet als Bauten bei denen dies nicht berücksichtigt wurde.

Die baubiologischen Leitlinien bieten beste Voraussetzungen für qualitatives Wohnen.

Bei unseren Bauten arbeiten und orientieren wir uns ganz selbstverständlich an den Leitlinien der Baubiologie. Für uns als Architekturbüro ist darum selbstverständlich, weil diese Leitlinien beste Voraussetzungen für qualitatives Wohnen bieten. Qualität und Langlebigkeit der Bausubstanz ist die Grundlage für ein Bauwerk, das Generationen bewohnen können.

Baubiologie im Bau

In einem baubiologischen Prozess werden Themen angesprochen wie: Raumklima, Schall, Licht und Farbe, Pilzsporren-Gefahren, Elektrosmog, Einflüsse aus dem Boden wie Radon, Geomagnetfeld und Wasseradern. Auch das Abklären von Schadstoffen und Chemikalien in Baumaterial, Elektrostatik, die Qualität der Luft, Staub und andere feine Teile sowie Radioaktivität der Baustoffe. Ergonomie, Psyche und Faktoren, die diese beeinflussen wir Form, Farbe sind wichtig in der Gestaltung. Auch stellen sie im Prozess Fragen wie: mit welcher Qualität können wir Wasser im Haus haben? möchten die Bewohner einen Garten zur Teilversorgung anlegen? Oder soll ein Schwimmteich mehr Vergnügen im Aussen bieten? Energieeffizienz, Kreisläufe und Synergien die durch die am Bau verwendeten Elemente (z.B. ein Wintergarten, Solarkollektoren für Warmwasser) können vielfältig eingesetzt werden.

Innraumklima durch architektonische Gestaltung

Wer kennt das schon nicht. Bauten die im Sommer einfach zu heiss werden. So ist dies auch bei «zeitgemässen» Bauten zu beobachten. Obwohl ein rechnerischer guten U-Wert (Wärmeverlust Kennzahl) vorgezeigt werden kann, erhitzen sich diese Gebäude unnötig und das Raumklima ist im Keller bzw. im Keller wäre es sicherlich angenehmer. Wer ein angenehmes Raumklima erreichen möchte und dazu noch ein spürbar durchgehend stabiles, der muss sich mit der Materialität des Baus auseinandersetzten. Masse ist gefragt und diese sollte in den Raum eingebracht werden. Masse ist träge und nimmt Wärme auf, gibt diese auch bei Bedarf wieder ab und so haben wir eine Regulation im Raum, ohne dass wir dafür eine zusätzliche technische Lösung erwerben müssten. Baubiologische Bauten haben durch ihre natürlichen Baustoffe den Vorteil, dass diese bereits einen Teil der Regulation übernehmen.


Keine unnötigen Giftstoffe ist Haus nehmen

Es ist immer wieder verwunderlich was es alles an Stoffen in den zu erwerbenden Baustoffen gibt. So ist vor allem bei Farben Vorsicht geboten, was Giftstoffe angeht und gleichzeitig gibt es sehr viel guten Produkte, die eine echte Aufwertung für den Raum sind. Wer sich gern die Zeit, so wie wir nimmt, der lehrt schnell wie und wo er sich orientieren kann. Wo man diese Produkte findet und den dazu passenden Handwerker.

Nicht nur Farben, auch viele andere Baumaterialien werden gerne als Deponie für Stoffe verwendet die eigentlich nichts in Wohnungen von Menschen zu suchen haben. So gasen auch Kunststoff Dämmungen ihre Weichmacher aus und dass über eine sehr lange Zeit. Zum Glück sind die ja nahe der frischen Luft, aber wie sieht das mit denen aus die im Erdreich verbaut wurden? Meist gibt es für jede Konstruktion auch eine gute, meist leicht bezahlbare Alternative aus einem Baustoff, der auch langlebig ist und keinen zukünftigen Generationen sorgen bereiten muss.

Wärme im Raum mal richtig cool!

Wer eine etwas feinere Nase hat der kennt sicher die winterliche Staubansammlung in der Nase. Durch Radiatoren verursachte Luftumwälzung führt dazu, dass Staub vom Boden in Höhe unserer Nasen gehoben wird. Das verursacht bei einigen schwäche und verstopfte Nase. Bei der Bodenheizung ist dieser Effekt nicht ganz so stark, warum diese mit gutem Gewissen eingesetzt werden kann. Am besten wirken auf uns Wand sowie Deckenheizungen oder gleich ein Ofen. Wand- und Deckenheizungen sind immer noch, obwohl es diese bereits eine sehr lange Zeit gibt, eine Rarität. Meist ist es so, dass wir uns solcher Technologien nicht gewohnt sind und darum bei einem Hausbau gar nicht daran denken. Haben wir sie dann mal und kennen die Vorteile, möchten wir diese nicht mehr missen müssen. Solche Decken- und Wandheizungen haben auch den viel besseren Wirkungsgrad und verringern somit auch den Energieverbrauch.

Raumgestaltung und Farben

Heutige Räume sind meist stark dominiert von der Farbe Weiss. Die macht den Raum hell wirkt sauber, aber ist auch sehr neutral. Wer sich allein oder mit Hilfe (Farbberater) daran macht und in einem ersten Schritt vereinzelte farbliche Akzente setzt, wird schnell merken, dass es Auswirkungen auf seine Gefühlslage haben kann. In einem gesunden Haus kann mit Kalkfarbe, Lehmputz und Farbe gestaltet werden und das Raumklima positiv mitbeeinflusst werden. Wer gerne einzelne Akzente setzen möchte und symbolische Wirkungen in den Raum bringen, kann mit Schablone und einem anderen Farbton die Raumwirkung verändern.

Baustoffe

Baubiologische Baustoffe sind nicht nur gesundheitlich positiv zu bewerten, sie sind auch in vielen Fällen aus gutem Handwerk und durch soziale Unternehmungen hergestellt. Auch habe natürliche Baustoffe den Vorteil das sie in den meisten Fällen Feuchtigkeit regulieren, Wärme einspeichern und das wieder abgeben können. Um den Sommerlichen Wärmeschutz zu erfüllen lohnt es sich mit Holzdämmungen auseinander zu setzen. Diese speichern Wärme gut ein und dies bremst den Wärmetransport in den Innenraum ab und verringern so, dass der Raum im Sommer überhitzt. Holz als Baustoff ist in vielerlei Hinsicht positiv zu bewerten. Als nachwachsende Ressource die Hauptsächlich aus Licht und Luft besteht ist es der Baustoff Nr.1 für ein gesundes und nachhaltiges Zuhause. Holz, das an einem guten Ort gewachsen ist, wirkt sich positiv auf unser Gemüt aus und lässt uns besser schlafen. Häuser, die aus Holz gefertigt werden, sind schnell vor Ort erstellt und sind meist Millimeter genau produziert. Auch kann Holz als Speichermasse für Wärme genutzt werden da es ein sehr Träger Baustoff ist.

Wasser, nutzen und reinigen

Wer mit der Ressource Wasser arbeiten möchte hat eine Vielzahl an Möglichkeiten diese bei sich zu Hause zu nutzten. Regenwasser kann gesammelt werden und für einfache Anwendungen genutzt werden. So können Waschmaschine mit zusätzlichem Gerät damit betrieben werden oder die WC-Spülung. Wer sich zu seinem baubiologischen Haus noch einen Naturteich / Schwimmteich anlegen lässt kann Regenwasser für diesen nutzen. Die Bepflanzung im natürlichen Wasserelement reinigt mit und kann bei richtiger Kombination sogar fast Trinkwasserqualität erreichen. Natürlich darf dies so nicht einfach konsumiert werden, dazu sind noch zusätzlich technische Filter notwendig die aber bei Bedarf installiert werden können. Wir das Dach begrünt kann bereits auf der Dachfläche Wasser gereinigt werden und auch zurückgehalten, so ist man bei grossem Regenfall nicht gleich mit einer Übermenge an Regenwasser konfrontiert.

Ernährung rund ums Haus

Grünflächen rund ums Zuhause sind potenziell produktive Flächen. Ob das Spalierobst an der Fassade, das begrünen der Fassade, um dort Kräuter und Gemüse anzubauen. Ein Anlehngewächshaus oder der Hausgarten sind. Um seine eigenen Lebensmittel anzubauen gibt es vielfältige sehr kreative Lösungen. So kann man sich mit Hochbeeten eine schöne Sonnenterrasse gestalten, oder im Hausgarten eine grosse Kräuterspirale anlegen das Material für die Küche liefert. Der Rosemarin, Basilikum oder die Gartenkresse aus dem eigenen Garten schmecken nicht nur besser, es ist auch eine günstige Art an hochwertige Lebensmittel zu kommen. Wer die Arbeit nicht scheut und mit etwas System vorgeht, hat gute Chancen einen einfach zu bewirtschaftenden Garten zu betreiben.

Ökosozialer Lebensraum, Architektur und Umwelt

Nur wenige sind sich bewusst wie stark unsere Umgebung auf uns wirkt. So haben Form, Farbe und die Gestaltung als ganze grosse unbewusste Auswirkungen auf unser Handeln. In der Wissenschaft der Psychogeografie werden diese Wirkungen erforscht und anhand von Messungen und Auswertungen in Empfehlungen umgesetzt. Viele Erkenntnisse, die durch solche Forschungen bestätigt werden, sind uns ganz natürlich mit ins Leben gegeben worden. So fühlen wir uns genehmer um runde, organische Formen. Scharfe Kanten und Ecken lösen in uns leichten Stress aus und viele Menschen meiden solche Orte. Auch werden eckige Gehwege meist natürlich überwunden und es entsteht ein geschwungener Trampelpfad, der in einer gewissen Selbstverständlichkeit genutzt wird. Das sollte uns doch aufhorchen lassen denn eigentlich sollten wir es doch wissen. So sind mittelalterliche Städte bei allen Menschen sehr beliebt und geniessen eine florierende Wirtschaft (vorausgesetzt es wird etwas dafür getan). Die unterschiedlichen Fassaden mit ihrer Farbigkeit und Ungenauigkeit und verschiedenen Formen, entspannen uns und es erfreut doch auch unser Gemüt.

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