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Bäume schützen vor der Sonne

Bäume, Stadt, Architektur

Bäume, Stadt, Architektur

Sie kühlen unsere Umgebung, bieten Lebensmittel und schützen uns vor Naturgefahren und Schädlingen. Bäume sind, sobald sie an ihrem Platz sich eingelebt haben, auch sehr anspruchslos und benötigen meist nur wenig Pflege, damit sie so wachsen, wie wir uns das vorstellen. Auch bestehen sie überwiegend aus Licht und Luft und zu ganz wenigen Teilen aus dem, was der Boden hergibt.

Was Bäume für die Architektur leisten können

  • Natürliche Verschattung – der Schatten, der ein Baum hat, ist im Winter, wenn es weniger warm ist, wieder weg und im Sommer ist es auch deutlich kühler unter einem Baum als unter einem Sonnenschirm.
  • Bauwerke wirken vielerorts hart und nicht ganz richtig in die Landschaft passend. Mit Bäumen und anderen Pflanzen können diese Geometrien gebrochen werden und das Ganze wirkt viel sanfter.
  • Einen kühlen Platz vor dem Haus. Unter den meisten technischen Verschattungen entsteht über den Tag ein gutes Wärmepolster, wenn man am Abend noch länger draussen sitzen möchte. Wer aber gerne draussen ist und es etwas kühl möchte, muss auf natürliche Verschattungen zurückgreifen wie Bäume.

Klimawandel und kühle Klimaoasen

Durch das immer wärmer werdende Klima werden Bäume für uns als Bewohner im urbanen Raum immer wichtiger. In der Stadt ist es im Durchschnitt bis zu 10 Grad wärmer, als in der Umgebung, wo Wald und Wiesen vorherrschen. So schätzen wir es doch alle an einem heissen Sommertag am See spazieren zu gehen und geniessen die kühlen Abschnitte in den Naturschutzzonen. Eine solche kühle Klimaoase können Sie sich auch zu Hause schaffen. Auch können sie mit Schatten-werfenden Bäumen ihr Zuhause vor Überhitzung im Sommer schützen.

Baum neben Neubau
Schönes Beispiel dafür das neben einem Baum gebaut werden kann. An der Herzogstrasse in Aarau.

Schützt vor Naturgefahren

Ein 100-jähriger Laubbaum kann bis zu 3000 Liter Wasser, wie ein Schwamm, an sich binden. In bergigen Gebieten dienen sie als Schutz vor Lawinen und Steinschlag. Hochwasser und Überflutungen sind heute vermehrt anzutreffen, da wir immer noch viele begradigte Flüsse haben (obwohl da sich viel tut) die gerne überlaufen. Verdichtete Böden in der Landwirtschaft durch schwere Fahrzeuge und sich negativ auswirkende Bodennutzungen. Verdichtete und ausgelaugte Böden vermögen es nicht mehr so viel Wasser aufzunehmen, wie das ein gesunder Boden mit Bepflanzung vermag. Dies führt zu Überflutungen, die nicht mehr von der Natur aufgenommen werden können.

Was leistet die Klimaoase für mich?

Das Blätterdach der Bäume spendet Schatten und harmonische Geräusche, wenn der Wind durch die Blätter zieht. Ein grosser Baum verdunstet, bis zu 600 Liter Wasser am Tag, was zu dem kühlenden Effekt unter einem Baum führt. Es gibt auch hier Unterschiede; so verdunstet eine Birke einiges mehr (1000 Liter am Tag) als eine Linde. Auch tragen sie zur Reinigung der Luft von Feinstaub bei. Sie sind auch das Zuhause von Vögeln, Insekten, Flechten, Moose und vielem mehr. Auch wirken Bäume auf uns Menschen entspannend und stärken uns mental. Der Temperaturunterschied unter einem Baum kann gefühlte 15 Grad ausmachen, gemessen werden 8 Grad.

Überleben Bäume überhaupt bei so hohen Temperaturen?

Im Wald ist das viel besser möglich und der Baum kann sich auch bei hohen Temperaturen geschützt durch seine Nachbarbäume entwickeln. In der City stehen Bäume meist in ihrer begrenzten Pflanzgrube. Hier hat der Baum viel wenig Raum um seine Wurzeln zu entfalten. Steht ein Baum noch ganz allein und ohne schützenden Unterwuchs, ist er der Hitze voll ausgeliefert. Wenn nicht gerade in der Nähe ein Wasserlauf ist, kann das ein sehr hartes Leben sein. Geschwächte Bäume sind auch viel anfälliger für Schädlinge, da sie durch ihren Überlebenskampf weniger Energie in die Abwehrmassnahmen leiten.

Welche Bäume ums Haus pflanzen?

Wir müssen vermehrt auf Hitze resistente Bäume setzen. Solche Bäume, die das nicht sind an Orten pflanzen, wo auch mal etwas mehr Feuchtigkeit und Schatten herrscht.

Robinie

Dieser Baum wächst an trockenen und nährstoffarmen Standorten. Da er kein so dichtes Blätterdach hat, eignet er sich für Rasenflächen in Parks oder ähnlichen Anwendungen. Die Robinie ist ein Luftstickstofffixierer und kann sich durch Knöllchenbakterien selbst versorgen. Er reichert durch diese Umwandlung des Luftstickstoffs den Boden mit Nährstoffen an und verbessert den Boden. Auch ist der Baum pH-resistent und kann in sauren sowie basischen Böden gut leben.

Elsbeere

Der Elsbeeren-Baum trägt Früchte, die verzehrt, und zu einer Vielzahl an Produkten weiterverarbeitet werden können. Da der Baum rar ist, ist das Holz von grossem Wert. Der Baum verträgt Hitze gut und versorgt sich mit seinen tief reichenden Wurzeln mit genügend Wasser. Der Baum schützt mit diesen Wurzeln die Umgebung vor Erosion. Die Blüten ziehen eine Vielzahl an Insekten an und er gilt als wichtige Bienenweide. Werden die Früchte nicht geerntet, so sind sie für überwinternde Vogelarten Nahrung.

Linde

Der Lindenbaum spendet nicht nur Schatten, sondern bietet uns und anderen Lebewesen einen kühlen Platz. Dieser Baum sollte nur im Verbund mit anderen Bäumen gepflanzt werden. Zum Beispiel in einem Park. In einer Baumgruppe mit genügend Platz für eine weiterreichende Durchwurzelung. Der im Frühling erwachende Baum trägt Blätter, die jung und geniessbar sind und einen sanften (Linden) Salat geben. Die im Verlauf des Sommers kommenden Blüten des Lindenbaums können geerntet werden und für Tee, der auch als Naturheilmittel eingesetzt wird, genutzt werden.

Holunder

Der Holunderstrauch ist ein Klassiker an Bauwerken. So sagt man ihm nach, dass er böse Geister von Heim und Hof fernhält und uns Wohlgesinnten in sich aufnimmt. Den Holunder treffen wir in der Natur meist als Waldrandstrauch an. Dort stützt er sich auf anderen in die Sonne. Daher sollte ein Holunder auch immer in einer Hecke oder an einer Wand, wo Wind ihn nicht beschädigen kann, stehen. Sein würzig süsser Duft und die Verwendbarkeit der Blüten und Beeren machen ihn für zu Hause sehr attraktiv. Neben einem Kompost regt er im Boden die Mikroorganismen an und bietet Schatten, damit dieser nicht austrocknet. Er wächst auf fast jedem Boden und ist auch Schatten-resistent.

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